Priv.-Doz. DDr. Prochazka: Gratulation zur Habilitation

Am 29.6.2017 schloss Frau Priv.-Doz.in Dr.in med. univ. et scient.med. Katharina Prochazka erfolgreich ihre Habilitation für das Fach „Innere Medizin“ ab.

​Ihre Forschungsaktivitäten konzentrieren sich auf pathogenetische Mechanismen bei der Entstehung von diffus großzelligen B-Zell Lymphomen (DLBCL), die zu den häufigsten Lymphomen weltweit zählen. Trotz großer wissenschaftlicher Fortschritte ist ihre exakte Pathogenese bis dato noch nicht vollständig entschlüsselt. Bestehende Prognose-Systeme können individuelle Patienten bisher noch nicht exakt klassifizieren.

Aktuell sind verschiedene Ansätze zur weiteren Exploration der Lymphomagenese in Erforschung. MicroRNAs sind kurze, nicht-kodierende Einzelstrang RNA Moleküle, die auf posttranskriptioneller Ebene die Genexpression regulieren. Des Weiteren konnte ihre Expression in Tumorzellen mit deren Prognose korreliert werden.

Bei der Analyse von DLBCL Proben konnte Frau Priv.-Doz.in DDr. Prochazka signifikante Unterschiede in der microRNA Expression detektieren, deren Expressionsniveau sich auch im progressionsfreien und Gesamtüberleben widerspiegelt. In funktionellen Analysen zeigten sich signifikante Unterschiede in der Chemosensitivität der primären DLBCL-Proben in Abhängigkeit des unterschiedlichen microRNA Expressionsprofils. Dies kann als möglicher therapeutischer Ansatzpunkt für zukünftige Lymphomtherapien verwendet werden.

Durch den Aufbau einer Datenbank von DLBCL-Patienten konnten mehrere prognostische Parameter identifiziert werden, anhand derer prätherapeutisch das Risiko für eine Erkrankungsprogression und das Gesamtüberleben abgeschätzt werden kann. Dies kann dereinst zusammen mit bestehenden Systemen für eine noch genauere Prognoseklassifikation des einzelnen DLBCL-Patienten genutzt werden.

Frau Priv.-Doz.in DDr. Katharina Prochazka führt an unserer Abteilung sehr erfolgreich weitere Forschungsprojekte auf dem Gebiet lymphatischer Neoplasien durch, die u.a. über einen START-Grant der Medizinischen Universität Graz gefördert werden.

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Letzte Aktualisierung: 16.08.2017