Translational Nuclear Receptor Research in Liver Metabolism



Kernrezeptoren / Nuclear Receptors sind Transkriptionsfaktoren, die direkt durch endogene oder exogene Liganden in ihrer transkriptionellen Aktivität moduliert werden können. Kernrezeptoren spielen eine wichtige Rolle in der Physiologie und Pathophysiologie von verschiedenen Erkrankungen, insbesondere auch metabolischen Lebererkrankungen, was den zentrale Forschungsschwerpunkt der Forschungseinheit darstellt. Während es fundierte Daten aus diversen Tiermodellen und aus Zellkulturversuchen gibt, sind die Wirkungsmechanismen der Kernrezeptoren bei humanen Erkrankungen, ihre mögliche therapeutische Beeinflussung und v.a. die Folgen der Kernrezeptoren Modulierung in der humanen Situation unzureichend bekannt. Im Mittelpunkt der Forschung dieser Forschungseinheit stehen die Kernrezeptoren FXR, LRH-1 und PXR bei Fettlebererkrankungen und cholestatischen Lebererkrankungen. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Rolle von Kernrezeptoren bei Autophagie und die mögliche therapeutische Ausnutzung dieser Abbauwege bei verschiedenen Leber- aber auch neurodegenerativen Erkrankungen.


Methodisch stehen Analysen an humanen Gewebsproben und humanen Zelllininen im Vordergrund und umfassen neben genetischen und pharmakologischen "gain / loss of function" Experimenten auch diverse -omics Analysen, insbesondere next generation sequencing (NGS) basiertes Transcriptomics und Cistromics, Epigenomics sowie Metabolomics.


Ziel der Forschungsvorhaben ist es letztendlich genomweite Bindungsprofile metabolisch aktiver Kernrezeptoren unter physiologischen, pathophysiologischen und pharmakolgisch-modifizierten Bedingungen im humanen Background zu etablieren, um daraus mögliche pharamkolgisch-therapeutischer Ansätze abzuleiten.

Leiter:
Assoz.-ProDf. Priv.-Doz. Dr. Martin Wagner

Team:
Mag. Dr. Katrin Panzitt
Nikolaus Schreiber

Letzte Aktualisierung: 27.10.2017