Hormontherapie

Bei bestimmten Tumorerkrankungen ist das Wachstum von Hormonen abhängig. Hier kommt die Hormontherapie zur Anwendung.
 
Sowohl das Prostatakarzinom als auch der Brustkrebs gehören in diese Gruppe, wobei z.B. beim Brustkrebs ca. die Hälfte aller Fälle vom weiblichen Geschlechtshormon abhängig ist.
 
Als Beispiel für einen hormonabhängigen Tumor beim Mann sei das Prostatakarzinom angeführt. Das Prostatakarzinom wird in seinem Wachstum durch das männliche Geschlechtshormon Testosteron beeinflusst. Die Hormontherapie macht sich diese Abhängigkeit von hormoneller Aktivität therapeutisch zu Nutze.
Auch die Hormontherapie kann im Frühstadium einer Tumorerkrankung eingesetzt werden (=adjuvante Hormontherapie). Aber auch bei fortgeschrittener Krebserkrankung mit Auftreten von Tochtergeschwülsten (=Metastasen) kann unter bestimmten Voraussetzungen mit alleiniger Hormontherapie eine Verzögerung des Tumorwachstums bzw. Verkleinerung des Tumors erzielt werden (=palliative Hormontherapie).
 
Das Spektrum einer Hormontherapie reicht von der Ausschaltung der Keimdrüsen (Eierstöcke, Hoden) und damit der Unterdrückung der Hormonproduktion über die Blockierung der Wirkung des Hormons an der Tumorzelle bis zur Kombination beider Verfahren.
Letzte Aktualisierung: 09.07.2015